Wir sind klimafreundlich

Hier könnt ihr auch einfach nur Quatschen.

Moderator: RoadsterSH

Antworten
Benutzeravatar
Crossmire
Administrator
Beiträge: 1371
Registriert: Montag 20. Juni 2016, 04:54
Vorname: Udo
Auto: _QP_
Wohnort: bei Rottweil
Hat sich bedankt: 347 Mal
Danksagung erhalten: 829 Mal

Wir sind klimafreundlich

Beitrag von Crossmire » Donnerstag 24. Juni 2021, 09:58

Hallo liebe XF Aktivisten,

unser gehätschelter Crossfire ist etwa 17 Jahre alt.
Er hat damit gut einen Produktionszyklus eines E-Mobils als Vorteil.
Denn das Durchschnittsalter von Fahrzeugen beträgt ungefähr 9 Jahre, das dürfte auch für E-Mobile zutreffen.
Man veranschlagt ungefähr 50000-150000 km, die ein E-Mobil fahren muss um seinen CO2 Nachteil aufzuholen.
Das hängt davon ab wie schmutzig man die Herstellung und Stromerzeugung annimmt, entweder politisch oder real.
Damit dürfte unser Crossfire weit im Vorteil, also gegenüber einem E-Mobil deutlich klimafreundlicher sein.
Denn er wird wesentlich weniger genutzt.
Liege ich richtig? Alles in allem scheint ein neues E-Mobil im Vergleich zu unserem XF ein Klimakiller zu sein.

Klimapositive Grüße
von Udo
Ach, die paar Schritte kann ich auch fahren! :irolleyes:

woody32
Spender
Beiträge: 16
Registriert: Mittwoch 5. Juli 2017, 13:37
Vorname: Jörg
Auto: Roadster
Wohnort: Marl
Hat sich bedankt: 2 Mal
Danksagung erhalten: 7 Mal

Re: Wir sind klimafreundlich

Beitrag von woody32 » Donnerstag 22. Juli 2021, 08:03

also wir haben beides im Haushalt:

- Huyndai Kona 64kW
- Crossfire Roadster

Ich habe mich schon länger mit dem CO2 bei E-Fahrzeugen beschäftigt. Da werden oftmals viele Rechenfehler gemacht:

- Beim Benziner wird nur der CO2 Ausstoß angegeben der am Auspuff rauskommt. Wieviel CO2 benötigt wird bis das Benzin getankt wird fällt unter den Tisch. Wenn man da richtig rechnet ist das Fahrzeug schon nach ca. 15-30000km (je nach Verbrauch der Fahrzeuge) besser als der Benziner.
- Das Second-Live der Akkus wird nicht berücksichtigt: Der Akku soll nach dem Fahrzeug noch als Zwischenspeicher für PV-Anlagen weiter seine Verwendung haben und danach erst recycelt werden.

Hier mal eine schöne Erklärung:

Benutzeravatar
Crossmire
Administrator
Beiträge: 1371
Registriert: Montag 20. Juni 2016, 04:54
Vorname: Udo
Auto: _QP_
Wohnort: bei Rottweil
Hat sich bedankt: 347 Mal
Danksagung erhalten: 829 Mal

Re: Wir sind klimafreundlich

Beitrag von Crossmire » Donnerstag 22. Juli 2021, 09:53

Ja,

da hast Du Recht. Die Schätzungen hinsichtlich CO2 und Lebensdauer sind oft vom gewünschten Zielergebnis geprägt.
Ich würde da einen Mittelwert aus den Angaben aller Schätzer als realistisch annehmen.
Beim Second Live steht noch aus ob die Akku das tatsächlich erreichen.
Neben der zyklen- und kalendarischen Lebensdauer spielt die Behandlung eine sehr große Rolle.
Da habe ich nichts gutes in Erinnerung. Akku und Batterien werden nicht geachtet und entsprechend nachlässig behandelt.
Bereits längeres parken im direkten Sonnenlicht kann sie temperaturmässig stark belasten und die Lebensdauer verkürzen.
Auch Schnellladung führt bislang zu einer verkürzten Lebensdauer.
E-Mobilisten möchten aber nicht gerne eine Schonladung abwarten.
So dürften künftig, sehr wahrscheinlich kostenbedingt, viele Akku verfrüht im illegalen Entsorgungszweig landen.
Das zeigt die Erfahrung mit unserem bisherigen normalen Industrie- und Plastikmüll.
Die Inhaltsstoffe der Akku, die unkontrolliert in die Atmosphäre entweichen, spielen in einer anderen Liga als nur CO2.

Mir wird das alles nicht mehr weh tun.
Ausbaden müssen es die Jüngeren.

Grüße von Udo

PS: es gibt ja auch den Ansatz die Fahrzeuge als Netzspeicher zu nutzen, wenn sie parkend herumstehen.
Das erhöht aber die Zyklenzahl und verkürzt die Lebensdauer.
Wie viele Eigentümer werden den verfrühten kostspieligen Austausch des Akku akzeptieren?

Man muss natürlich auch beachten, eine Leistungsreduktion des Akku, egal aus welchem Grund,
geht immer mit einer ständig geringer werdenden Reichweite über die Lebensdauer des Fahrzeugs einher.
Das reduziert den Gebrauchswert und den Wiederverkaufswert.

PS2: wenn man nachdenkt, so spielt sich der persönliche Personentransport vermutlich in nicht mehr als 150 km Radius ab.
Ein E-Fahrzeug könnte damit den Hauptanteil durchaus abdecken, auch wenn es älter geworden ist.
Heutzutage fahren viele das Auto bis zum geht nicht mehr, ohne Reichweiteneinbusse.
Da muss man wohl in Zukunft umdenken. Aber gefahren werden die Fahrzeuge sicher auch bis Ende Gelände.
Dann dürfte aber auch 2nd Life für den Akku passe sein.

Ich muss immer noch an meinen ersten Kontakt mit einem E-Fahrzeug denken. Das war vor ca. 50 Jahren.
Während der Studienzeit. Die Basis damals waren alles Bausätze auf Käfer Basis.
Es gab einen neben Buggies und Trikes, ich glaube er hiess Dragon.
Sportliches Design mit Flügeltüren und ein Hybrid mit E als Hauptantrieb.
Leider gab es damals nur Bleiakku und der Preis war für Studenten eine ziemliche Herausforderung.
Ach, die paar Schritte kann ich auch fahren! :irolleyes:

Antworten